Am Donnerstag, den 19.03.2026, war die Vorfreude in vielen Familien deutlich zu spüren: Endlich ging es nach Budapest! Pünktlich um 8:00 Uhr morgens startete unsere 90-köpfige Schulchorgruppe in zwei Bussen zur lange vorbereiteten Erasmus+-Konzertreise.
Schon während der Fahrt war die Stimmung ausgelassen – es wurde viel gelacht, Musik gehört und natürlich auch gesungen. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto größer wurde die Spannung auf die kommenden Tage. Gegen 21:00 Uhr erreichten wir schließlich unser Hotel. Trotz der langen Fahrt zog es einige von uns noch einmal hinaus in die Stadt, um erste Eindrücke zu sammeln und gemeinsam essen zu gehen. Spätestens um Mitternacht lagen dann aber alle müde, aber glücklich in ihren Betten.
Der Freitag begann mit einer ersten intensiven Begegnung mit Budapest. Bei einem langen Spaziergang durch verschiedene Stadtteile konnten wir die Stadt hautnah erleben – von belebten Straßen bis hin zu ruhigeren Ecken. Besonders beeindruckend war anschließend der Besuch im „Haus der Musik“. Die Führung zeigte uns nicht nur die spannende Entstehungsgeschichte des Gebäudes, sondern ließ uns auch staunen, wie moderne Architektur und Natur miteinander verschmelzen können. Einige von uns tauchten danach noch tiefer in die interaktive Ausstellung ein und verbrachten dort viel Zeit mit Ausprobieren und Entdecken.
Am Abend wurde es dann besonders feierlich: In der eindrucksvollen Matthiaskirche durften wir Schuberts Messe in As-Dur aufführen. Die Atmosphäre in der Kirche, das gemeinsame Singen und die Zusammenarbeit mit unserer ungarischen Gastchorleiterin Ildikó machten diesen Moment für viele von uns zu einem echten Höhepunkt der Reise. Zuvor hatte uns ihr Sohn durch das Fischerviertel geführt und uns mit viel Wissen und kleinen Anekdoten die Geschichte dieses besonderen Ortes nähergebracht.
Der Samstag brachte ein weiteres Highlight, auf das sich viele gefreut hatten: den Besuch einer Ballettaufführung in der Oper. Das Gebäude kannten wir bereits von einer früheren Reise – doch diesmal saßen wir nicht als Besucher einer Führung dort, sondern als Publikum einer echten Aufführung. Schon beim Betreten des prachtvollen Saals war die besondere Atmosphäre spürbar. Die moderne Inszenierung überraschte viele von uns: Ausdrucksstarke Bewegungen, eindringliche Musik und ein kreatives Bühnenbild sorgten dafür, dass auch diejenigen, die bisher wenig Berührung mit Ballett hatten, fasziniert waren. Für viele war es eine ganz neue Erfahrung, Kunst auf diese Weise zu erleben.
Am Abend ging es dann aufs Wasser: Bei einer Schifffahrt auf einem alten Raddampfer konnten wir Budapest noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Die beleuchteten Gebäude entlang der Donau, die Spiegelungen im Wasser und die gemeinsame Zeit an Deck machten diesen Abend zu einem der stimmungsvollsten Momente der Reise.
Am Sonntag führte uns die Reise weiter nach Debrecen. Dort stand unser Konzert an – ein Moment, auf den wir lange hingearbeitet hatten. Entsprechend konzentriert und engagiert gingen alle ans Werk. Der Auftritt wurde ein voller Erfolg und wir konnten stolz auf uns sein. Auch wenn wir uns über noch mehr Publikum gefreut hätten, war die positive Resonanz für uns eine schöne Bestätigung unserer Arbeit.
Der Montag bot uns die Gelegenheit, Budapest noch einmal auf eigene Faust zu entdecken. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Stadt, kauften Souvenirs oder genossen einfach die letzten Stunden vor Ort. Am Abend kamen wir noch einmal alle zusammen, um beim Abschlussfest im „A-Grund“ die Reise gemeinsam ausklingen zu lassen – mit viel Lachen, Gesprächen und dem Gefühl, als Gruppe noch enger zusammengewachsen zu sein.
Am Dienstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Auf der Rückfahrt legten wir einen Zwischenstopp beim Stift Melk ein. Viele von uns kannten den Anblick bereits von der Donaufahrt ab der 9. Klasse – und doch war es schön, dieses beeindruckende Bauwerk noch einmal bewusst zu erleben. Gleichzeitig stieg dabei auch schon wieder die Vorfreude auf die nächste Reise, die legendäre Donaufahrt, die zumindest die 9er und deren Mentoren im Laufe des Schuljahres erwartet.
Marion Weigele
Fotos
Johannes Fox 1: Parlament bei Nacht
Johannes Fox 2: Opernbesuch
Mathilda Steinle 1: Matthiaskirche
Mathilda Steinle 2: Schülergruppe auf der Fischerbastei
Marion Weigele1: Schülergruppe vor Operngebäude


























