Krankmeldung und Beurlaubung

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Schüler können in drei Fällen vom Unterricht fernbleiben:

1) Im Falle einer Verhinderung (in der Regel Krankkeit)

2) Im Falle einer Befreiung (z.B. Befreiung vom Sportunterricht)

3) im Falle einer Beurlaubung (hier gibt es eine Liste mit anerkannten Gründen)

 

Im Falle einer Verhinderung der Teilnahme (§ 2 Schulbesuchsverordnung). Hierzu zählt eine Krankheit. In diesem Fall gilt, dass die Entschuldigung durch einen Erziehungsberechtigten oder den volljährigen Schüler unverzüglich erfolgen muss. Unverzüglich bedeutet hier spätestens am zweiten Tag des Fehlens. Das Wochenende, Feier- und Ferientage werden hierbei nicht mitgezählt.  „Die Entschuldigungspflicht ist spätestens am zweiten Tag der Verhinderung mündlich, fernmündlich, elektronisch oder schriftlich zu erfüllen. Im Falle elektronischer oder fernmündlicher Verständigung der Schule ist die schriftliche Mitteilung binnen drei Tagen nachzureichen.“ Bei schriftlichen Krankmeldungen ist nach der Schulbesuchsverordnung ein Grund anzugeben.

Im Falle einer mündlichen, elektronischen oder telefonischen Krankmeldung muss von Seiten eines Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers spätestens am dritten Tag danach eine formlose unterschriebene schriftliche Krankmeldung an der Schule eingegangen sein. Bei der Vorlage gelten die offiziellen Öffnungszeiten des Wieland-Gymnasiums. In der Regel erfolgt hier ein Anruf im Sekretariat, hier ist auch ein Anrufbeantworter vorhanden.

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Im Falle einer Befreiung vom Unterricht in einzelnen Fällen oder von sonstigen einzelnen Schulveranstaltungen (§ 3 Schulbesuchsverordnung). Hierzu zählen beispielweise Befreiungen vom Sportunterricht aus gesundheitlichen Gründen. Befreiungen werden nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag eines Erziehungsberechtigten gewährt. Der Antrag ist zu begründen. „Werden gesundheitliche Gründe geltend gemacht, ist für Befreiung bis zu sechs Monaten ein ärztliches Zeugnis vorzulegen.“ Über die Befreiung von einer Unterrichtsstunde entscheidet der Fachlehrer, von einer sonstigen verbindlichen Schulveranstaltung der Klassenlehrer. In den übrigen Fällen entscheidet über Befreiungen der Schulleiter.

 

Im Falle einer Beurlaubung (§ 4 Schulbesuchsverordnung). „Eine Beurlaubung vom Besuch der Schule ist lediglich in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag möglich. Der Antrag ist vom Erziehungsberechtigten, bei volljährigen Schülern von diesen selbst zu stellen.“

Als Beurlaubungsgründe werden anerkannt (Auszug):

1. Kirchliche Veranstaltungen (…).

2. Gedenktage oder Veranstaltungen von Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften (…).

Als Beurlaubungsgründe können außerdem insbesondere anerkannt werden:

1. Heilkuren oder Erholungsaufenthalte, die vom Staatlichen Gesundheitsamt oder vom Vertrauensarzt einer Krankenkasse veranlasst oder befürwortet worden sind;

2. Teilnahme am internationalen Schüleraustausch sowie an Sprachkursen im Ausland;

3. Teilnahme an den von der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführten zweitägigen Politischen Tagen für die Klassen 10 bis 13;

4. Teilnahme an wissenschaftlichen oder künstlerischen Wettbewerben;

5. die aktive Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen und an Lehrgängen überregionaler oder regionaler Trainingszentren sowie an überregionalen Veranstaltungen von Musik- und Gesangvereinen, anerkannten Jugendverbänden und sozialen Diensten, soweit die Teilnahme vom jeweiligen Verband befürwortet wird;

6. die Ausübung eines Ehrenamts bei Veranstaltungen von Sport-, Musik- und Gesangvereinen, anerkannten Jugendverbänden und sozialen Diensten, sofern dies vom jeweiligen Verband befürwortet wird;

7. Teilnahme an Veranstaltungen der Arbeitskreise der Schüler (§ 69 Abs. 4 SchG), soweit es sich um Schulveranstaltungen handelt (§ 18 SMV-Verordnung), sowie an Sitzungen des Landesschulbeirats (§ 70 SchG) und des Landesschülerbeirats (§ 69 Abs. 1 bis 3 SchG);

8. (…) [Betrifft nur Berufsschüler]

9. wichtiger persönlicher Grund; als wichtiger persönlicher Grund gelten insbesondere Eheschließung der Geschwister, Hochzeitsjubiläen der Erziehungsberechtigten, Todesfall in der Familie, Wohnungswechsel, schwere Erkrankung von zur Hausgemeinschaft gehörenden Familienmitgliedern, sofern der Arzt bescheinigt, dass die Anwesenheit des Schülers zur vorläufigen Sicherung der Pflege erforderlich ist.

 

Die Gründe sind in der Verordnung klar geregelt, Beurlaubungen für eine „Ferienverlängerung“ gehören nicht dazu. Weiterhin ist vermerkt: „Die Beurlaubung kann davon abhängig gemacht werden, dass der versäumte Unterricht ganz oder teilweise nachgeholt wird.“

 

Zuständig für die Entscheidung über Beurlaubung ist in den Fällen des Absatzes 2 § 4 Schulbesuchsverordnung (vor allem kirchliche Veranstaltungen) sowie bis zu zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen in den anderen in Absatz 3 der Schulbesuchsverordnung genannten Fällen die/der Klassenlehrer/in, in den übrigen Fällen der Schulleiter. Ergänzend hierzu gibt es am Wieland-Gymnasium die Prüfung von Anträgen, die an Ferien grenzen, durch den Schulleiter.

 

Rechtliche Grundlagen für Eintragungen von Fehlzeiten ins Zeugnis

Fehlzeiten können nach der Notenbildungsverordnung (NotenVO) § 6 Abs. 4 ins Zeugnis eintragen werden: „Unter Bemerkungen können Aussagen zu häufigen Fehlzeiten gemacht werden. Dies gilt nicht für Abgangs-, Abschluss- und Prüfungszeugnisse.“  Achtung: Befreiungen und Beurlaubungen werden nicht gezählt. Der Grund der Fehlzeiten kann auch erläutert werden „durch längere Krankheit“. Eine solche kann durch einen Arzt bescheinigt werden. Diese Aussage wird dann im Interesse des Schülers vermerkt.

Über die Eintragungen entscheidet die Klassen- oder die Jahrgangsstufenkonferenz (NotenVO § 6) im Einzelfall. Ein Beschluss der GLK dient zur einheitlichen Durchführung der Rechts- und Verwaltungsvorschrift (Konferenzordnung § 2 Abs. 1 Nr. 6) mit Einverständnis der Schulkonferenz kann Empfehlungen aussprechen (§ 47 Abs. 5 Nr. 3).

Am Wieland-Gymnasium werden die Eintragungen ins Zeugnis wie folgt formuliert: „hat häufig gefehlt“, ergänzend kann vermerkt werden  „auch unentschuldigt“ oder „häufig unentschuldigt“ oder „meistens unentschuldigt“.

 

Hinweise

  • Die Zählung der Stunden erfolgt über das digitale Tagebuch. Schüler können die Fehlzeiten auch in ihrem Account einsehen. Über diesen Account können sich Erziehungsberechtigte aktiv über den Stand der Fehlzeiten informieren. Die Schule muss daher nicht separat informieren. Hinweise auf häufiges Fehlen erhalten die Eltern auch über die Halbjahresinformationen oder im Zeugnis.

 

  • Achtung! Bei unentschuldigtem Fehlen bei einer Klassenarbeit wird zudem die Note „ungenügend“ erteilt (NotenVO § 8 (5)). Hier gibt es keinen Ermessensspielraum.

Adresse

Wieland-Gymnasium Biberach
Adenauerallee 1–3
88400 Biberach an der Riß

Telefon: 07351 / 51392

Telefax: 07351 / 51394
E-Mail:
wieland-gymnasium@biberach-riss.de

 

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