…herrschte am Mittwoch, den 23. Juli 2025 im Limesmuseum in Aalen. Dorthin waren die Lateinklassen 8 und 9 zusammen mit ihren Lehrkräften Kerstin Faust und Martin Hölzle zu einer Exkursion der besonderen Art aufgebrochen.
Schon früh um 9 Uhr begaben sich die rund 50 Schülerinnen und Schüler auf eine Wanderung entlang des ehemaligen Limesverlaufs: Vom rekonstruierten Limesturm bei Rainau – Buch ging es auf dem Limes-Rundwanderweg zum ca. 4 km entfernten prächtig unter einer Glaskuppel in Szene gesetzten Limestor Dalkingen. Bei einem gemütlichen Picknick wurden die Energiereserven wieder aufgefüllt für einen erlebnisreichen Aktionsnachmittag im UNESCO – Weltkulturerbe – Limesmuseum in Aalen. Nach einer ausgiebigen Führung auf dem Freigelände des ehemaligen Militärlagers bestaunten die LateinerInnen die zahlreichen Funde im Museum. Viele Dinge erzählen dort vom Lagerleben vor 2000 Jahren: Reste von Rüstungen und Waffen, Koch- und Tafelgeschirr, ein Pferdeskelett und aus einem Brunnen geborgene Lederschuhe in allen Größen – um nur einige wenige zu nennen. Im Anschluss erhielten beide Lerngruppen die Lizenz, Geld zu fälschen. Im Projekt „Falschmünzerei“ erfuhren sie zunächst einige interessante Fakten über das römische Geldwesen. Dann wurden mit weicher Knetmasse Abdrücke von Repliken echter römischer Münzen angefertigt und mit Gips ausgegossen. Während die Falschmünzen aushärteten, bestand Gelegenheit, in die Haut echter Legionäre und ihrer Frauen zu schlüpfen: Die Verkleidungsaktion war einer der Höhepunkte des Tages, denn wer hat schon einmal ein richtiges kiloschweres Kettenhemd samt Legionärshelm, Schwert (gladius) und Schild (scutum) oder eine Tunika samt Toga getragen? Am Ende des langen Aktionstages wurden die Gipsmünzen noch täuschend echt mit Gold-, Silber- oder Bronzefarbe bemalt. Mit römischem Falschgeld in der Tasche und vielen interessanten Eindrücken im Kopf ging es am späten Nachmittag zurück nach Biberach.
Text und Bilder: Faust


























