Rund 40 Sechstklässler des Wieland-Gymnasiums begaben sich am Dienstag, den 8. Juli 2025 auf Zeitreise zu den alten Römern.
Gleich nach der Ankunft gegen zehn Uhr wurde kräftig Hand angelegt: Die Geschichtsgruppe fertigte ein römisches Rundmühlespiel an, das jeder dann mit nach Hause nehmen durfte. Die Lateingruppe hingegen durfte in der Freiluftbackstube römisches Brot nach einem Originalrezept des Apicius backen. Hierfür mussten zunächst Roggen- und Dinkelkörner in einer rekonstruierten Steinmühle zu Mehl gequetscht und immer wieder gesiebt werden. Dann konnte damit unter Zugabe von Mehl, Honig, Hefe, Salz und Wasser eine Teigmasse angerührt und kräftig geknetet werden. Während der Teig ruhte, erhielten beide Gruppen eine ausgiebige Führung durch die teilrekonstruierte Villa Rustica mit ihren originalgetreu eingerichteten Räumen. Eine spannende Abwechslung bot dabei auch die Suche nach dem Siebenschläfer Romi, von dem in jedem Raum Bilder versteckt waren. Nicht nur eine Fußbodenheizung gab es zu bestaunen, sondern jeder durfte auch einmal auf einer originalgetreu rekonstruierten römischen Latrine Platz nehmen. Beeindruckend war am Ende der Führung auch der Tempelbezirk mit seinen bunten Götterbildern und der Jupitergigantensäule.
Gleich nach der Führung musste der Teig zu kleinen Minibroten geformt und in den Steinofen geschoben werden. Die Backzeit reichte gerade aus, um auf der großen Wiese des Freigeländes die Köstlichkeiten auszupacken, welche die Sechser bereits zuhause nach römischen Originalrezepten zubereitet und mitgebracht hatten. Auf dem Speiseplan standen Legionärsbrot, Mostbrötchen, Moretum (eine würzige Kräuter-Käse-Paste), Eierspeisen, Obst und sogar süße Nachspeisen. Alles wurde selbstverständlich nach Römersitte liegend genossen!
Nach dem Essen war noch Zeit, auf dem angrenzenden Spielplatz zu rennen und zu spielen oder sich im Museumsshop ein schönes Andenken wie ein Minikatapult, römische Kochbücher oder Repliken von Münzen und Schmuck zu kaufen.
Kurz vor der Abfahrt durfte jeder noch sein ofenwarmes Brot in Empfang nehmen. Kaum eines überlebte den Marsch zurück zum Bus und die Heimfahrt nach Biberach. Interessant, bewegt und sehr lecker war sie, unsere Zeitreise!
Text: Annabell Dieterle, Eva Paal, Fine Gels
Bilder: Kerstin Faust und Juan-Jose Hernandez


























