Wieland-Gymnasium Biberach

Donaufahrt Klasse 9a 2007

Tagebucheinträge

Eining → Regensburg 12.6.07

Nach ca. dreistündiger Busfahrt nach Eining begannen wir mit dem Ausladen der Zillen und unserer Sachen.

Nachdem wir ungefähr 1,5 km die Donau hinuntergefahren waren, zog ein Gewitter auf und wir machten eine durchregnete Pause bis 12:00 Uhr. Danach ging es zum Kloster Weltenburg, wo es gegen 13:00 Uhr Vesper gab und David über historische Fakten des Bauwerks referierte. Nach einer zehnminütigen Erkundungstour im Kloster ging es in strammen Paddelzügen Regensburg entgegen. Das Paddeln schien sich ewig hinzuziehen und auf der Martin musste alle fünf Minuten das Wasser ausgeschöpft werden. Ablenkung erfolgte nur durch heftige, kurze Regenschauer und durch die Bootsrutsche bei einer Schleuse. Um 18:30 Uhr war dann endlich das Ziel erreicht und das Ausladen begann. Die Mentoren zeigten uns wie die Zelte aufzubauen waren und wie die Spätzle mit Linsen zu Kochen waren. Schließlich fielen wir erschöpft, aber zufrieden, die erste Etappe hinter uns zu haben, ins „Bett“.

Gabriel Drewek


Regensburg → Straubing 13.6.07

Nach einer durchwachsenen und kurzen Nacht ging es um 6:00 Uhr ans Arbeiten. Nach drei Stunden Zeltabbau, Frühstück und Zillenbeladen ging es trotz Muskelkater los. Nach mehrstündigem Paddeln und einem anstrengenden Marsch besichtigten wir die Walhalla. Nach zwei Bootsrutschen, einer Schleuse und insgesamt 54 km musste wieder alles ausgeladen und aufgebaut werden, was aber schon besser von der Hand ging als am Vortag. Um 20:00 Uhr durften wir uns dann in Straubing mit 10€ Essensgeld verpflegen. Um 22:30 Uhr, als alle wieder zurück waren, wurden die Zelte bezogen und alle schliefen erschöpft ein.

Tobias Eßwein


Straubing → Vilshofen 14.6.07

Die Strecke Straubing-Vilshofen war mit ihren 72 km tatsächlich die längste und laut den Mentoren auch die anstrengendste Etappe der Donaufahrt. Die Strecke an sich ist mit wenigen Besonderheiten ausgestattet. Nach einer kurzen Badepause gab es eine circa dreiviertelstündige Einkaufspause, in der die ganze Gruppe zum Aldi und zurück marschierte. Dann ging es (fast) ohne Pause weiter bis Vilshofen, wo das erste Boot um 19:15 Uhr, das letzte ungefähr eine halbe Stunde später ankam. Anschließend wurden Zelte aufgebaut und Essen gekocht, welches hinterher sogar teilweise verzehrt wurde. Nach gemeinsamem Singen gingen schließlich alle zu „Bett“.

Samuel Fischer-Glaser


Vilshofen → Passau 15.6.07

Um 4:00 Uhr morgens wurden wir zum ersten Mal geweckt, da die Mentoren uns mitteilen wollten, dass wir (nur) noch drei Stunden zu schlafen hätten. Schon um kurz nach 7:00 Uhr war das Zelt zur Verwunderung der Mentoren komplett abgebaut. Gegen kurz vor 9:00 Uhr waren alle auf den Zillen, zur mit ca. 24 km kürzesten Etappe der ganzen Fahrt bereit. Nach einer Badepause, einer ziemlich großen Wasserschlacht und einer Schleusung waren wir gegen 14:30 Uhr am Ziel: einem Zeltplatz an der Ilz in Passau. Dort empfing uns die „freundliche“ Besitzerin Anna und listete uns erstmal alle „Don’ts“ auf, die vor allem den erst drei Wochen alten sanitären Anlagen galten. Ab 17:00 Uhr hatten wir dann bis 20:30 Uhr freien Ausgang; um 21:00 Uhr sollte eine Stadtführung stattfinden, wobei diese auf Grund eines Gewitters und strömenden Regens kurzfristig abgesagt werden musste. Deswegen blieben wir alle auf dem Zeltplatz, auf dem zum ersten Mal außer uns auch noch andere Gaste waren.

Sarah Gils


Passau 16.6.07

Heute konnten wir zum ersten Mal ausschlafen! Da die meisten trotzdem früh aufgewacht waren, hatten wir die einmalige Möglichkeit unsere Mentoren zu wecken. Danach ging’s ans Frühstücken. Nach dem Essen bestiegen wir gemeinsam eine Burg, von wo aus wir die Aussicht über Passau genossen und einige Referate zu hören bekamen. Zurück am Zeltplatz gab es Mittagessen (Obstsalat). Um 14:00 Uhr sollten wir eigentlich erneut eine Stadtführung machen, die aber wieder wegen schlechten Wetters abgesagt wurde. Stattdessen besuchten wir eine Kunstausstellung. Die restliche Zeit bis zum Abendessen durften wir selbst gestalten. Nach dem Abendessen bildeten wir einen Sitzkreis, in dem wir uns über die Donaufahrt unterhielten und Lieder sangen. Um 22:30 Uhr gingen wir schlafen.

Marcus Heinrich


Passau → Inzell 17.6.07

Nachdem die Besatzung der „Martin“ ihr Boot um 3:30 Uhr nachts in „Pussy“ umgetauft hatte erwachten wir um 6:30 Uhr. Aber diesmal nicht durch die interessanten Weckmethoden der Mentoren, sondern durch die sanfte Stimme des Herrn Bucher, genannt Baba B. Nach dem Einladen der Boote ging’s dann los in Richtung Inzell. Beim Schleusen, in der einzigen Schleuse auf dieser Etappe, hielt Clemens sein Referat über Schifffahrtsregeln auf der Donau. Gegen Mittag legten wir bei einem Zillenbauer in Niederranna an und ließen uns erklären, wie man Zillen baut. Nach einem verspäteten Bootsvesper paddelten wir bis nach Inzell und luden dort unsere Boote aus. In einem gemeinsamen Sitzkreis sangen und redeten wir über den Tag.

Dominik Hess


Inzell → Ottensheim 18.6.07

Diesmal wurden wir um punkt 6:00 Uhr durch eine Trillerpfeife und eine Tröte geweckt. Da das Wetter aber anfangs kalt und regnerisch war zogen alle ihr Gelbzeug an. Nach dem Abbau der Zelte und einem ausgiebigen Frühstück wurden die Zillen startklar gemacht und wir fuhren um 8:30 Uhr los. Die Etappe betrug insgesamt 40 km, darunter 2 Schleusen. Eine dieser Schleusungen war die größte der gesamten Fahrt. Dort wurden wir nämlich 15m tiefer gesetzt. Nach 8 Stunden anstrengenden Paddelns trafen wir endlich in Ottensheim an. Dort gab es leckere Spaghetti zum Abendessen und danach vertrieb sich jeder seine Zeit bis um 23 Uhr alle schlafen gehen mussten

Manuel Lis


Ottensheim → Au 19.06.07

Wir wurden wie immer um 6 Uhr geweckt und bald darauf waren die Zelte abgebaut. Da um 6.30 Uhr schon die Frühstückswecken kamen, konnten wir früher essen als sonst und waren um 7.30 Uhr so weit, abzuwaschen und die Boote zu beladen. Das zog sich allerdings bis um 9 Uhr, da René und Michi nicht helfen konnten und die Topfkiste noch nicht fertig war. Bis zur Schleuse waren es ca. 15 km, und unsere Boote wurden allein geschleust. Max machte den Schleusenruf. Dann ging es 6 km nach Mauthausen, wo es erst Bootsvesper gab und wir dann das ehem. KZ besichtigten. Als wir wieder zurückkamen, war die „Vienna“ mitsamt Mentoren, Beladung und Zelten weg. Also quetschten wir uns auf die übrigen Zillen.

In Au angekommen, sahen wir was die Mentoren getan hatten, solange wir in Mauthausen waren: Sie hatten die Zelte aufgebaut und auch das Essen war schon fertig.

Nach dem Abendkreis um 21:40 Uhr mussten wir noch draußen alles aufräumen und um 23 Uhr ging es kompromisslos ins Bett.

Ulrike Nehmiz


Au → Grein 20.06.07

MJ.jpgEs war genau eine Woche her, als wir mit dem Bus ca. 40 km vor Regensburg abgesetzt wurden. Und genau wie am Anfang wurden wir auch heute um 6:00 Uhr aufgeweckt. So schnell wie heute hatten wir unsere Zillen noch nie beladen als auch unsere Zelte abgebaut. Schon um 7:45 Uhr wurde tüchtig gepaddelt. Wie üblich wurde auf den Schiffen „Stop“ und „Pussy“  kräftig gesungen, was an Bord der „ <<hier könnte dein Spruch stehen!>>“ eher in Paddeln umgewandelt wurde. Gegen 12:00 Uhr trat die versprochene Hitze ein (35°C- 37°C), welche zu den üblichen Schwächen auf der „Stop“ führte. Jedoch erlitt keine Person durch die Hitze Schäden. Eine Stunde später erwartete der „Schleuser“ schon sehnsüchtig unsere Zillen. Nach der Schleuse hob sich die „Pussy“ sofort an die Spitze. Vergebens, denn wir auf der „Stop“ zerrieben uns die Köpfe, wie wir am besten vorbeikommen könnten. Folgende Skizze sollte die geniale Taktik darstellen (auch für Nichtsnutzer).

Darauf wurde die „Stop“ Etappensieger >>NEVER FORGET<<. Endlich am Campingplatz angekommen hatten wir Probleme mit einem 2 m hohen, somit unüberwindbaren Zaun. Wir kniffelten an einer Lösung um das Problem zu lösen. 50 cm weiter fanden wir schließlich einen Durchgang, an dem wir den Zaun passieren konnten. Als Entspannungssport lockten wir einige Bratzelkäfer mit dem allseits bekannten Lockruf: „ Bratzel, Bratzel, buuut, but... oink, oink.“ Nach 20 durch die Luft geschleuderten Käfern waren wir entspannt genug und ließen uns wieder von der Hitze und unseren Mentorinnen quälen. Ansonsten  genossen wir Pizza o.ä. Voll müde ging’s ins stickige Zelt.  Nacht!

MJ Ogger


Grein→Melk 21.06.07

Nachdem die Zelte am Morgen rasch abgebaut waren und die Zillen gefüllt waren, verzögerte sich die Abfahrt auf Grund der Arztbesuche; wir holten durch unsere „großartige“ Paddelleistung diese Verspätung wieder auf. Während der Fahrt lieferten sich die tapfere Besatzung der „Stop“ harte Wasserschlachten mit den übrigen Nussschalen, obwohl sie eifrig paddelten, wurden sie von den „Pussies“ gedreht und liefen fast auf ein Riff auf. Der Weg zur ersten Schleuse dauerte ewig, da der Großteil der Crew keine Lust zum Paddeln hatte. Die Sonne brannte auf unseren Gesichtern als wir in die Schleuse einfuhren. Die Schleusung verlief ziemlich schläfrig und wurde mit Renés „Sparflammen Schleusengruß“ gekrönt.

Unser nächstes Ziel hieß dann Pöchlar, das wir dann auch locker erreichten. Leider war die Anlegestelle für die ersten beiden Boote wegen Steuerfehler nicht zu erreichen, so dass die perfekt geparkte „Stop“ weiterfahren musste und mit den anderen beiden Booten an einer typisch italienischen Würstchenbude anlegen konnte. Die Verfressenheit einiger „Matrosen“ führte dazu, dass die Lebensmittelvorräte aufgebraucht waren und erst aufgefüllt werden mussten.  Im Supermarkt fanden wir bald einen Freund, der uns bis zum Ausgang begleitete. Das Bootsvesper fiel wegen des fehlenden Hungers aus – wir ließen ordentlich Knete im Supermarkt für Nahrungsmittel – und wir mussten die Boote umparken. Eine Gewitterfront fiel über uns herüber und wir begaben uns in ein Restaurant, wo wir ein Getränk zu uns nahmen. Nach stundenlangem Warten fuhren wir langsam zur Schleuse. Das letzte Stück wurde dann ganz gechillt über die Bühne gebracht. Eine Erklärung zum Zumachen der Rettungswesten war das Sahnehäubchen des letzten Stücks. Die „Pussy“ wurde Etappengesamtsieger und durfte sich das gelbe Trikot überstreifen. Anzumerken ist noch, dass die „Vienna“ alias „Drehwurm“ alias „08/15“ noch immer keine Etappe gewonnen hat.

Andreas Schühly


Melk→Altenwörth 22.06.07

Die Nacht in Melk begann damit, dass wir um 1.45 Uhr geweckt wurden. Die Mentoren machten sich einen Spaß daraus, indem sie uns weismachen wollten, dass wir mitten in der Nacht die Zelte abbauen sollten*. Am nächsten Morgen bekamen wir nach dem Frühstück eine 1-stündige Führung im Kloster Melk. Um 10.30 Uhr konnten wir dann endlich lospaddeln. Das Wetter war sonnig, aber windig. Doch nach dem Bootsvesper zog ein Gewitter heran. Wir waren alle noch nass von diversen Wasserschlachten und mussten schnell anlegen. Während des Gewitters saßen wir dann alle in einer Kneipe und schauten im Fernsehen „Gilmore Girls“.

Später schafften wir es gerade noch vor 20 Uhr durch die Schleuse zu kommen.

Gegen 20:30 Uhr kamen wir in Altenwörth an. Es war hammer kalt und wir mussten alles im Regen aufbauen. Die Stimmung war nicht sehr gut und so gingen wir ziemlich bald schlafen.

Leonie Rapp

* Anmerkung der Mentoren: Es scheint geklappt zu haben, die ersten waren schon am packen, bevor sie merkten, dass wir uns einen Spaß gemacht hatten.


Altenwörth → Wien 23.06.07

Der Tag begann für uns alle eine Stunde später, da unsere Mentoren glücklicherweise verschlafen haben. Nachdem wir losgefahren waren, machten wir eine Pause in Tulln, um Einkäufe zu erledigen. Nach einer Wasserschlacht ging es weiter. Da wir perfekten Rückenwind hatten, banden wir die drei Boote zusammen und spannten das Tarp-Zelt als Segel. So segelten wir sehr schnell die 14 km zur Schleuse. Nachdem wir geschleust wurden, machten wir kurze Zeit später das gewohnte Bootsvesper. Da der Schiffsverkehr in der Nähe von Wien zunahm, konnten wir nicht weitersegeln. Dann wurde es plötzlich einigen auf der „Pussy“ schlecht. Trotzdem kamen wir gut in Wien an, wo wir sofort begannen die Boote auszuräumen und zu verladen. Als wir fertig waren, konnten wir endlich warm duschen und frische Kleidung anziehen. Dann bekamen wir 10 € Essensgeld und hatten freien Ausgang.

Oliver Remke


Wien  24.06.07

Heute konnte jeder ausschlafen und das ließen wir uns auch nicht zwei Mal sagen! Gegen 11 Uhr besichtigten wir dann den Stefansdom und 3 Referate wurden gehalten. Danach hieß es alleine losziehen. Wir teilten uns auf und jeder besichtigte, was ihn interessierte, oder was ihm gerade über den Weg gelaufen kam.

Wir fanden uns alle gut zurecht und benutzten die S- oder U- Bahn.

Um 19 Uhr waren wir dann alle wohlbehütet am Ruderclub. Es wurde gekocht und „reingehauen“.

Danach hielten wir unseren Gesprächssitzkreis ab und es wurden vor allem unsere tollen Mentoren gelobt.

Anschließend begann der bunte Abend, auf den sich schon alle gefreut hatten. Neben Topfschlagen,  der „fortlaufenden Geschichte” und „Reise nach Jerusalem“ gab es auch eine Modenschau, als Kleidung standen nur 3 Müllsäcke zur Verfügung…  Am Ende waren dann alle die Sieger und der Abend war ein schöner Abschluss unserer tollen Donaufahrt.

Luana Salvaggio

  • Am 2007-11-18 um 21:11:31 von LIPP geändert.
  • Am 2007-07-09 um 17:29:09 von MuellerRe geändert.
  • Am 2007-07-04 um 21:28:01 von LIPP geändert.