Wieland-Gymnasium Biberach

Festakt IZBB 2008

Festakt anlässlich der Einweihung der IZBB-Einrichtungen

des Pestalozzi- und des Wieland-Gymnasiums Biberach am 15.11.2009

Lediglich Bundesbildungsministerin Frau Dr. Annette Schavan durfte beim gemeinsamen Festakt anlässlich der Einweihung der neuen IZBB-Einrichtungen in der neuen Turnhalle ihre Ansprache in Form einer „klassischen“ Rede halten. Alle anderen Beiträge folgten einem eigens entwickelten Konzept mit Talkshowcharakter, Interviews, Theater- und Musikeinlagen. Ein Konzept in das sich, moderiert durch den Medienprofi Johannes Riedel, auch Oberbürgermeister Fettback, die Schulleiter Hummler (PG) und Schott (WG) sowie der Architekt des Mammutprojektes, Gerd Mann von „Mann & Partner“, einbinden ließen.

In gewollter Anspielung auf das schwierige 18-Millionen-Projekt erfolgte die musikalische Eröffnung durch die neuformierte 20köpfige WG Bigband unter Leitung von Dr. Helmut Schönecker. Mit dem temperamentvollen Filmmusiktitel „Mission: Impossible“ in präziser Rhythmik, messerscharfen Bläsersätzen, sorgfältig elaborierten Improvisationen und einer souverän groovenden Backline - die Früchte zweier kurzfristig eingelegter Probetage – holte die hoch motivierte junge Truppe die Festgäste mit satter Bigband-Power ab.

Die eigentliche Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie den Biberacher Schulen übernahmen Schülerinnen und Schüler des Pestalozzigymnasiums im Sportdress (Leitung Ulla Reeder und Hubert Stöferle), die scheinbar „versehentlich“ in den Festakt geraten waren und dort so ganz „nebenbei“ auf Sprossenwänden sitzend oder an Kletterseilen hängend, über Headsets verstärkt und durch professionelle Beleuchter ins rechte Licht gerückt, ihre kecken Kommentare abgaben.

In kurzweiligem Wechsel moderierte ein schlagfertiger Johannes Riedel verschiedene Szenerien. Filmausschnitte, Videosequenzen, Powerpointpräsentationen wurden eingeblendet. Die Verantwortlichen erzählten in munterem Gespräch über den Werdegang des Projektes, über Haken und Ösen bei der politischen und technischen Umsetzung und vor allem über die Einmaligkeit und Vorbildhaftigkeit des Erreichten. OB Fettback überreichte den beiden Schulen ein neues, elektrisch höhenverstellbares Rednerpult mit eingebautem Mikro und Beleuchtung zu dessen standesgemäßer Einweihung sogleich die Bundesbildungsministerin auf die Bühne gebeten wurde. Inspiriert durch das neue Pult setzte diese denn auch zu einer kurzweiligen Ansprache an, in der sie ihre Begeisterung über die modellhafte Umsetzung ihres, noch als Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg auf den Weg gebrachten, neuen Bildungskonzeptes zum Ausdruck brachte. Der leitende Architekt Gerd Mann hatte zur symbolischen Schlüsselübergabe neben einer Bildpräsentation der einzelnen Projektabschnitte auch noch eine besondere Überraschung für die beiden Schulleiter mitgebracht: je eine große Wanduhr für die Mensa, „damit die Schulen auch künftig immer mit der Zeit gehen“.

Zur musikalischen Auflockerung trug der Oberstufenchor des Pestalozzi-Gymnasiums unter Leitung von Thomas Dilger bei. Das mit homogenem Chorklang sauber intonierte „Money, Money“ – so der berühmte ABBA-Titel – verdeutlichte einmal mehr, dass ohne das nötige „Kleingeld“ einer der reichsten Städte des Landes diese Unternehmung nicht zu einem erfolgreichen Abschluss hätte gebracht werden können.

Als weiteres Highlight kamen zu Stars und Berühmtheiten gewordene ehemalige WG-Schüler als Juroren (dargestellt durch die Theater-AG des Wieland-Gymnasiums unter der Leitung von Steffen Püschel und Corinna Palm) auf die Bühne um die in einer Umfrage ermittelten Stärken und Schwächen der neuen Einrichtungen: Mensa, Mediothek mit Lernbereich, Turnhalle und Campus ironisierend und parodierend gegeneinander abzuwägen und schließlich, wie in einem Casting einen Sieger zu küren: die künftigen Schülergenerationen. Im geistreichen Spiel, mit viel Witz und Biss kam hier allemal mehr herüber als in wohlfeilen Sonntagsreden.

Schwungvoll, wie es begonnen hatte und voller Vorfreude auf die tollen Möglichkeiten, leitete die WG Bigband mit „Fascinating Drums“ - einem virtuosen Feuerwerk der fünf vollbeschäftigten Schlagzeuger und den drei knackigen Bläserregistern – den musikalischen Abschluss der Veranstaltung ein. Zum Ausklang sang die glänzend disponierte Karin Hirsch, sensibel begleitet von der ganzen Band, die bewegende Rockballade „I don’t know how to love him“ aus „Jesus Christ Superstar“. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für einen insgesamt gelungenen, kurzweiligen Festakt abseits ausgetretener Pfade. [Schö]

  • Am 2008-12-19 um 16:08:35 von LIPP geändert.