Historisches
Kurzbiographie unserer Schule
| 2009 | Einweihung der neuen, zweiteiligen Turnhalle und Neugestaltung des Nordhofs. Renovierung sowie Neuausstattung (EDV) des Schulgebäudes. (E-Trakt) |
| 2008 | Einweihung der Mensa sowie des Lernbereichs und der Mediothek. |
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2007/ 2008 |
Einweihung und Inbetriebnahme des Neubaus (B-Trakt). |
| 2007 | Herr Dr. Wulz tritt nach fast 16 Jahren den Ruhestand an und wird von Herrn Schott abgelöst. |
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| 2006–08 | Das Schulgelände wird durch zahlreiche Um- und Neubauten auf den Ganztagesbetrieb eingestellt. Eine Mensa, eine Mediothek und weitere Gebäude entstehen. |
| 2002 | Die Funzel feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Eine Extra-Wahl-Ausgabe erscheint – erstmals in Farbe. |
| 1991 | Oberstudiendirektor Joachim Herbst tritt in den Ruhestand, nachdem er die Schule über 20 Jahre lang geleitet hat. Dr. Hanno Wulz wird neuer Schulleiter des Wieland-Gymnasiums. |
| 1989–92 | Gesamtrenovierung des Schulgebäudes einschließlich der Aula und der Turnhalle. |
| 1978 | Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen des Wieland-Gymnasiums. Eine Urkunde aus dem Jahr 1278 bekundet die Existenz einer Lateinschule in Biberach. |
| 1970 | Die Donaufahrt wird von Herrn Georgii und Herrn Dietle ins Leben gerufen. Die „Pionierfahrt“ findet in den Sommerferien von Ulm nach Wien statt. |
| 1969 | Die erste Ausgabe des Venceremos erscheint. Die umstrittenen Aufklärungszeitschriften bewegen ganz Deutschland. |
| 1961 | Umzug aus dem Ochsenhauser Hof und Zeughaus in den Neubau in der Adenauerallee. |
| 1952 | Die erste Schülerzeitung erscheint. In ihr wird zur Namensfindung aufgerufen. Damit war die Funzel als eine der ersten Schülerzeitungen Deutschlands geboren. |
| 1952 | Unsere Schule erhält den Namen Wieland-Gymnasium. |
| 1937 | Umbenennung in Horst-Wessel-Oberschule für Jungen nach dem Bielefelder SA-Sturmführer Horst Wessel, der 1930 an einer von einem „Kommunisten“ zugefügten Verletzung erlag und darauf von der nationalsozialistischen Bewegung „zum Märtyrer“ stilisiert wurde. |
| 1928 | Unsere Schule, die damals den Namen Progymnasium und Oberrealschule mit städtischen Oberklassen trug, wird Vollanstalt, d.h. die ersten Abiturienten legen ihre Reifeprüfung ab. |
| 1775 | Thaddäus Plazzary begründet die sogenannte Professoratsschule im heutigen Alten Wieland-Gymnasium. |
| 1278 | Erste urkundliche Erwähnung eines lateinischen Schulmeisters in Biberach: „Bertholdus doctor puerorum“. Auf ihm beruht die Tradition unserer Schule. |
Die Schulleiter nach dem 2. Weltkrieg
- August Zimmerer (1945–1951)
- Dr. Franz Wenk (1951–1960)
- Benno Volk (1961–1962)
- Wilhelm Bäurle (1962–1963)
- Dr. Hermann Hofele (1964–1970)
- Joachim Herbst (1971–1991)
- Dr. Hanno Wulz (1991–2007)
- Wolfgang Schott (seit 2007)
Unser Namensgeber Christoph Martin Wieland
„Ich bin eines Predigers Sohn aus Biberach, ohnweit dem Federsee“, hat sich der Dichter Christoph Martin Wieland (1733–1813) einmal selbst vorgestellt. Er besuchte in Biberach die Lateinschule, studierte Jura in Tübingen und lebte acht Jahre lang als Poet und Hauslehrer in Zürich und Bern.
1760–1769 war er Senator und Kanzleiverwalter in seiner Vaterstadt, schrieb hier und im benachbarten Schloss Warthausen Romane und Verserzählungen, leitete für kurze Zeit das Biberacher Theater und übersetzte 22 Dramen Shakespeares zum ersten Mal ins Deutsche. Danach wurde er Philosophieprofessor an der Universität Erfurt und ab 1772 an den herzoglichen Hof in Weimar berufen. Dort verbrachte er als dichtender Hofrat und Vater von vierzehn Kindern die längste Zeit seines Lebens.
Als Philosoph und Schriftsteller der bürgerlichen Aufklärung, als Gesellschaftskritiker und Journalist gab er den Teutschen Merkur heraus, eine vielseitige Monatszeitschrift für ein literarisch interessiertes Publikum. Auf seinem Landgut in Oßmannstedt bei Weimar, wo sich heute auch sein Grab befindet, versuchte er für einige Jahre, die Existenz eines „poetischen Landwirts“ zu führen.
Die noch zu seinen Lebzeiten veranstaltete Gesamtausgabe seines literarischen Werkes umfasst 40 Bände. Zu seiner Heimatstadt Biberach hatte er zeitlebens ein ambivalentes Verhältnis. Mit zunehmendem Alter erschien sie ihm jedoch in verklärtem Licht.
Seit 1952 trägt das über 700 Jahre alte Gymnasium seinen Namen.
— Text von Heinrich Bock, ehem. Lehrer des WG
- Am 2009-09-27 um 21:50:23 von MAIE geändert.
- Am 2008-11-07 um 15:52:04 von LIPP geändert.
- Am 2007-10-04 um 20:40:00 von DauthCa geändert.